Rezepturen von Produkten beinhalten die unterschiedlichsten Inhaltsstoffe. Wie wichtig dabei optimale Mischprozesse sind, zeigt dieses Beispiel aus der Nahrungsmittelindustrie.

Damit sich diese Einzelkomponenten – ganz gleich, ob fest, flüssig oder beides – optimal zu einem verzehrfähigen Produkt zusammenfügen, kommen in fast jeder Lebensmittelproduktion Mischer zum Einsatz.

In der industriellen Mischtechnik geht es vor allem darum, die Inhaltsstoffe einer Rezeptur möglichst schnell, homogen und produktschonend zu mischen – und zwar so, dass die qualitativen Merkmale der Endprodukte wie Konsistenz, Textur, Farbe und Geschmack bei jeder Mischung identisch sind.

Erst das für die jeweilige Rezeptur optimale Mischverfahren bewirkt, dass unser Lieblingsriegel wie gewohnt gut schmeckt. Oder dass sich das 3-in-1-Kaffeepulver jeden Morgen klumpenfrei auflöst. Die chargenübergreifende Reproduktion wichtiger Produktmerkmale ist daher essentiell für eine gleichbleibend hohe Endproduktqualität.

Bei einem Besuch im slowenischen Produktionsstandort wurden die Kundenanforderungen sowie die Integration des Mischers in den Produktionsprozess besprochen. Neben einem homogenen Mischergebnis wünschte sich der Kunde vor allem kontaminationsfreie Abläufe, ein einfaches Handling sowie mehr Flexibilität bei der Umstellung der Produktion auf unterschiedliche Produkte.

Der Containermischer JEL CM als schlüsselfertige Gesamtlösung
Entwicklung, Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme

Alles aus einer Hand – inklusive ausführlicher Schulung der Mitarbeiter und Services im Echtbetrieb.

Der Containermischer JEL CM besteht aus einer Rahmenkonstruktion mit eingebautem Motor, einer Containeraufnahmegabel, dem eigentlichen Container sowie einem Schaltschrank mit Bediendisplay.

Der Container ist gleichzeitig der Mischbehälter. In diesem konkreten Fall benötigte der Kunde keine zusätzlichen Container, da er bereits mehrere Container mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern im Einsatz hat. In diesen Containern werden – je nach Endprodukt bzw. Rezeptur – die Inhaltsstoffe gesammelt und dann im selben Container gemischt. Im Vorfeld wurden daher Maße und Gewicht der eingesetzten Container aufgenommen und die Aufnahmegabel des Containermischers JEL CM entsprechend angepasst.

In 8 Schritten zum einwandfreien Mischergebnis
Arbeitsweise des Containermischers JEL CM

Der Mischprozess bei Containermischern ist denkbar einfach. Bei der Auslegung des Mischsystems geht es vor allem darum, die Aufnahme, das Mischen sowie die Übernahme des Containers nach dem Mischen möglichst sicher und effizient zu gestalten.

Schritt 1

Nachdem der Container zuvor mit dem Mischgut befüllt wurde, wird er per Gabelstapler zum Containermischer transportiert und in die Aufnahmegabel eingebracht.

Schritt 2

Sitzt die Bauchbinde des Containers fest auf, wird ein Verriegelungsbügel um den Container geschlossen und mittels Handrad befestigt.

Schritt 3

Aus Sicherheitsgründen kann der Mischvorgang erst gestartet werden, wenn der Bediener den Drehbereich des Mischers verlassen hat und die Schutzumwehrung geschlossen wurde.

Schritt 4

Über den im Schaltschrank integrierten Touchscreen gibt der Bediener die gewünschte Mischzeit und Drehzahl ein. Danach startet er den Mischvorgang. Eine Meldelampe zeigt in Ampelfarben den Status des Mischvorgangs an.

Mischen nach dem Prinzip des freien Falls

Die Produktpartikel werden durch die Taumelbewegung angehoben. Dann rutschen bzw. fallen sie – je nach spezifischen Böschungswinkel des Produktes – in das Mischgut zurück.

Auch bei variablen Mengenanteilen der Einzelkomponenten wird so eine intensive Durchmischung erzielt. Durch die schräge Anordnung der Behälterwände wird zudem schonend gemischt. Das Zusammenspiel von Massen- und Reibungskräfte erzielt so ein einwandfreies Mischergebnis –  ohne den Einsatz zusätzlicher Mischhilfen.

Schritt 5

Die Aufnahmegabel wird nun über den Motor in Rotation versetzt. Durch die 30/60 Grad Lage der Container-Seitenwände zur Drehachse entsteht eine taumelnde Mischbewegung.

Schritt 6

Die Taumelbewegung bewirkt eine gleichmäßige Verteilung der Einzelkomponenten nach dem Prinzip des Freifallmischens.

Schritt 7

Vier hydraulische Spanner halten den Container während des Mischvorgang sicher fest. Minimale Druckabfälle werden per Druckregler erfasst und der Container bei Bedarf automatisch nachgespannt. Bei einem Druckabfall außerhalb der Toleranzen schaltet sich der JEL CM automatisch ab.

Schritt 8

Nach Ablauf der vorgegebenen Mischzeit stoppt der Mischer in seiner Ausgangsposition. Der Container kann entriegelt, mit dem Stapler herausgehoben und zum nächsten Verfahrensschritt transportiert werden. Ohne zusätzlichen Reinigungsaufwand  kann direkt der nächste Container eingespannt werden –ideal, vor allem bei wechselnden Rezepturen.

Produktkontamination ausgeschlossen
Der JEL CM erlaubt größtmögliche Flexibilität

In der Produktion kann jetzt kurzfristig auf andere Produkte bzw. neue Rezepturen umgestellt werden.

Der eingesetzte Container übernimmt also von der Beschickung bis zur Entleerung gleich mehrere Funktionen: Er dient als Transportgefäß vor und nach dem Mischen, als Behälter während des Mischens sowie als Vorlagebehälter für die spätere Weiterverarbeitung. Das ist wirtschaftlich und ermöglicht eine eindeutige Chargenrückverfolgung.

Die große Besonderheit von Containermischern liegt jedoch darin, dass eine Produktkontamination praktisch ausgeschlossen werden kann.

Der JEL CM arbeitet als geschlossenes System, in das zu keiner Zeit Fremdkörper eindringen können. Gerade in der streng regulierten Lebensmittelbranche ist dieser Aspekt für die Produzenten enorm wichtig. Kontaminationen von Lebensmitteln bedeuten Qualitätseinbrüche und können zu Imageschäden oder hohe Straf-und Entschädigungszahlungen führen.

Der kontaminationsfreie Betrieb, ATEX- und GMP-Ausführungen, verbunden mit der Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Containergrößen und Produkte, machen den Containermischer JEL CM zu einem echten Allrounder für die Lebensmittelbranche. Und natürlich auch für Chemie, Pharma und Ihre Branche.

Und: Containermischer können noch viel mehr als Mischen

Neben dem Mischen von Feststoffen ist der JEL CM für viele Sonderzwecke einsetzbar: Auflösen von Feststoffen in Flüssigkeiten, Polieren von Metall- und Kunststoffteilen, Bewegung träger Medien ohne Strukturänderungen, Reinigung und Desinfektion von Containern.

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